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Niinistö gewinnt: Kein schwuler Präsident für Finnland

Nichts wurde aus dem 'europa- und weltweit ersten offen schwulen Präsidenten': Wie fast vorauszusehen, gewann Sauli Niinistö die Stichwahl in Finnland gegen den Grünen Kandidaten Pekka Haavisto. Der konservative Politiker löst damit eine 30 Jahre dauernde sozialdemokratische Präsidentschaft ab.

Nach zwei Amtsperioden durfte die ausgesprochen beliebte sozialdemokratische Präsidentin Tarja Halonen kein drittes Mal antreten, ihr 'geplanter Nachfolger', der sozialdemokratische Kandidat Paavo Lipponen konnte nicht überzeugen und belegte im 1. Wahlgang mit 6,7 Prozent nur den 5. Platz. Überraschender Zweiter des 1. Wahlganges wurde der Grüne Kandidat Pekka Haavisto, der 18,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Sauli Niinistö hatte jedoch im ersten Wahlgang 37,0 Prozent der Stimmen erreicht und somit einen Vorsprung von 560.000 Stimmen auf Haavisto (wir berichteten hier).

Dem offen schwulen Grünpolitiker Haavisto - er lebt mit einem Friseur aus Ecuador in einer registrierten Partnerschaft zusammen - wurden somit in der Stichwahl zwischen den zwei Bestplatzierten doch gewissen Außenseiterchancen zugestanden, waren doch in dieser rund 1,3 Millionen Stimmen 'neu zu vergeben'. Haavisto konnte dann die Chance jedoch nicht nutzen: Zum Schluss fehlten ihm sogar 725.000 Stimmen auf den konservativen Favoriten. Bei einer Wahlbeteiligung von 68,9 Prozent konnte Niinistö 62,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und wird somit der erste nicht-sozialdemokratische Präsident Finnlands seit 30 Jahren.

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