gayoesterreich

Sa05192012

Last update12:06:00 AM

Back Aktuelle Seite: Home Schweiz-Liechtenstein Schweiz & Liechtenstein News Liechtenstein Keine Feldmesse wegen Homo-Partnerschaft

Keine Feldmesse wegen Homo-Partnerschaft

Weil u.a. die Regierung von Liechtenstein das Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare beschloss, ist der Erzbischof von Vaduz verschnupft: Heuer gibt es daher erstmals keine Feldmesse beim Staatsakt auf der Schlosswiese.

Seit 1940 ist der 15. August der Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein. Seit 1990 gibt es dazu traditionell einen offiziellen Staatsakt mit Ansprachen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und dem Landtagspräsidenten Arthur Brunhart auf der Schlosswiese. Danach lädt Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein die ganze Bevölkerung zu einem Aperitif beim Schloß Vaduz. Das anschließende Volksfest im Städtle Vaduz endet dann gegen 22:00 Uhr mit der Zündung der Höhenfeuer und einem großen Feuerwerk.

Dieser Staatsakt auf der Schlosswiese neben dem Schloß Vaduz ist, wie oben erwähnt, seit 1990 Tradition. Heuer wird mit dieser gebrochen, wurde doch der Staatsakt bisher mit einer Feldmesse eingeleitet. Wolfgang Haas, derzeitiger Erzbischof von Vaduz, ist jedoch verschnupft darüber, dass sich die Liechtensteiner Regierung nicht mehr an die mittelalterlichen Vorgaben der röm.-kath. Kirche halten will und zudem über eine Trennung von Kirche und Staat laut nachdenkt. Vor allem dass die Regierung das Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare beschloss und zudem nicht entschieden genug gegen die Fristenlösung auftritt, stört den Erzbischof.

Wie der Erzbischof daher der Regierung des Fürstentums Liechtenstein mitteilte, veranlasse ihn 'die seit geraumer Zeit anhaltende Diskussion um das Verhältnis von Kirche und Staat sowie die laufenden Auseinandersetzungen betreffend das vom Landtag verabschiedete Partnerschaftsgesetz als auch betreffend die Initiative 'Hilfe statt Strafe' (Fristenlösung) die Verbindung von Heiliger Messe und Staatsakt auf der Vaduzer Schlosswiese nicht nur in Frage zu stellen, sondern auch als falsches bzw. unehrliches Zeichen gegenüber der Öffentlichkeit zu betrachten'.

Daher, so der Erzbischof weiter, müsse von nun an 'diese organisatorische Verquickung' aufgegeben werden, auch wenn 'dies für gewisse Menschen schmerzlich sein mag'. Für wieviele 'gewisse Menschen' das tatsächlich schmerzlich sein mag, lässt sich nicht nachvollziehen: In den letzten Jahren war die Zahl der Besucher der Feldmesse stark zurückgegangen. Vor allem die Liechtensteiner Jugend lässt sich kaum mehr für die Predigt des Erzbischofs begeistern.

Werbung

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Zielgruppengenau und wirksam: gayösterreich.at