Todesurteil für in Kanada lebenden Software-Entwickler
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29 Jan 2012
Den iranischen Revolutionsgarden ist es gelungen, ein 'ausgeklügeltes Netzwerk von pornografischen Seiten' zu zerstören. Dieses soll, teilweise in persischer, teilweise in englischer Sprache, in diversen Foren, Chatrooms und mit Bildern und Videos 'Pornografie verbreitet' haben.
Die Zerschlagung - die 'rechtzeitig zum 33. Jahrestag der islamischen Revolution' erfolgte - ist das Ergebnis 'monatelanger Arbeit der Cyber-Korps-Spezialisten der Revolutionsgarden'. Der verbotenen Verbreitung von Pornografie sind insgesamt 26 angebliche Mitglieder des Netzwerks, die meisten wegen der Veröffentlichung 'pornografischer Geschichten'. Aber auch die angeblichen Verbreitung von Bildern mit homosexuellem Inhalt wird beispielsweise dem 26-jährigen Shahrooz aus Gorgan, dem 39-jährigen A.Ja L.As aus Shiraz oder der 27-jährigen Mary G. vorgeworfen.
Hauptbeschuldigter ist jedoch der 25-jährige Siavash Hosseinkhani (Saeed Malekpour), den die Behörden als den 'Manager des größten Nezwerks pornografischer Seiten und anti-persischer Religion' bezeichnen. Saeed Malekpour ist zwar im Iran geboren, wuchs jedoch in Kanada auf. Die kanadische Staatsbürgerschaft hat er jedoch nicht angenommen, was ihm nun das Leben kosten könnte: Als er nämlich im Oktober 2008 (1387) in den Iran reiste, um seinen kranken Vater zu besuchen, wurde er verhaftet. Die Revolutionsgarden warfen dem Mann vor, der 'Manager des Porno-Netzwerks' gewesen zu sein. Obwohl Malekpour immer angegeben hatte, dass er nur die Software für das Netzwerk entwickelt hatte, sollen die Behörden unter Folter ein Geständnis erzwungen haben: Er wurde zum Tod verurteilt. Dieses Urteil hat der oberste iranische Gerichtshof nun auch bestätigt.
Über das Schicksal der anderen Verhafteten ist nichts bekannt.







